Über den Tellerand: Hausportale der Bierbrauer in Erfurt

Als ich Ende November für den Town&Country-Stiftungspreis meine alte Heimatstadt Erfurt besuchte, da führte mein Weg auch an einem der vielen alten BrauhäIMG_0011
user vorbei. Die Löcher in der Hausfassade (siehe Fotos) nutzten viele Brauberechtigte (sogenannte Braueigen) damals zur Werbung: Immer wenn frisches Bier gebraut wurde, steckten sie Strohbüsche in die runden Einbuchtungen der Hausportale. Über lange Zeit hinweg war Bier in ErfuIMG_0012rt eines der wichtigsten Getränke im Alltag, da das Grundwasser in Großstädten oft kaum genießbar war. Das Bierbrauen galt als gutes Geschäft, wer in Erfurt Bier brauen und ausschenken durfte, der zeigte das, wie gesagt, durch Stroh am Portal der Bürgerhäuser. Auf frisch gezapfte Bier wurde übrigens nicht nur optisch hingewiesen. Auch akustisch rührten sogenannte Bierrufer in den Erfurter Stadtvierteln die Werbetrommel.

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